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Stadtinfo

Profil und Geschichte

Borken ist Naherholung - Freizeitwert steigt von Tag zu Tag
Borken kann bei Sport und Freizeit eine Menge vorweisen. Sportplätze gibt es in fast allen Stadtteile, dazu Tennisanlagen, ein Hallenbad, Spielplätze, markierte Rad- und Wanderwege, Grillhütten, Reit- und Sporthallen, Bolzplätze, Freizeit- und Lehrpfade.

Herzstück der Borkener Naherholung ist das Borkener Seenland mit einer Gesamtwasserfläche von über 350 Hektar. Vielfältige Nutzungsmöglichkeiten werden so geboten. Eine Idylle der stillen Erholung, eine Oase für Tiere und Pflanzen ist das Naturschutzgebiet Borkener See. Als ideales Badeziel für die ganze Familie präsentiert sich, mitten in der Schwalmpforte gelegen, der Naturbadesee Stockelache. Der Singliser See hat sich einen Namen als Surfparadies weit über die Grenzen der Region hinaus gemacht. Der künftige Gombether See, jetzt noch eine großes Tagebauloch, wird bis etwa 2020 die Borkener Seenlandschaft vervollständigen.

Ersterwähnung 775 - seit 1317 Stadtrechte
Die "amtliche Geburtsurkunde" , das "brevarium sankti lulli" des ehemaligen Klosters Hersfeld, in dem Borken als burcun erstmals erwähnt wird, trägt das Datum 5. Januar 775. Wohl ist der Ort um einiges älter, denn entsprechende Funde lassen diesen Schluss zu.

Borken gehörte nicht zu den Städten, die eine geschichtliche Entwicklung geprägt hat oder etwa selbst Geschichte machte. Borken war eine Gemeinde, die Geschichte erdulden musste, ja sogar erlitten hatte. Kämpfe zwischen Hessen und Kurmainz, Bruderkriege, Plünderungen und Verheerungen im Dreißigjährigen Krieg, Brandkatastrophen und natürlich die kriegerischen Auseinandersetzungen dieses Jahrhunderts haben von der Stadt und ihren Einwohnern Mühsal und Opfer gefordert.

Eine günstige Lage hob den Ort unter den Siedlungen und Dörfern des Umlandes hervor. Der Sitz von Amt und Gericht gab der Stadt - als solche wird sie schon in einer Urkunde vom 9. November 1317 erwähnt - verhältnismäßig früh eine Mittelpunktfunktion. Dessen ungeachtet blieb Borken ein Ackerbürgerstädtchen. Zu Beginn der zwanziger Jahre begann die Erschließung und Verstromung der örtlichen Braunkohlevorkommen in Tief- und Tagebau. Das war der Ausgangspunkt einer anhaltenden industriellen Entwicklung.

Mit dem tragischen Grubenunglück am 1. Juni 1988 und der Schließung von Bergbau und Kraftwerk im März 1991 endete die Ära der Kohlegewinnung und Kohleverstromung. Neue wirtschaftliche Standbeine bestimmen die Zukunft der Stadt.